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MITTLERER MAURERKEESKOPF
3281 m

     
     
     
 Zunächst eine Aufnahme vom Südöstlichen Schlieferturm :

Genau über Sepp Bachmair der Hintere,
nahe dem rechten Bildrand hingegen der Mittlere Maurerkeeskopf.

Halblinks im Bild Großer Happ und davor Großer Geiger.
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 Nun in der Bildmitte der Mittlere Maurerkeeskopf.

Rechts der danach bestiegene Hintere Maurerkeeskopf.

Am linken Bildrand die Östliche Simonyspitze
doch rechts darunter der felsige Vordere Maurerkeeskopf,
der überraschend leicht zu ersteigen war.

Auf diesem Foto überblickt man also
den gesamten obersten Teil meiner Drei-Gipfel-Tour.

Während ich dort oben unterwegs gewesen bin,
ging über meine Aufstiegsspur übrigens eine Groß-Lawine ab.
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 Besteigungs-Bilder :

Als ich zum Mittleren Maurerkees aufstieg,
war`s immer noch nebelig.

Eine große offene Spalte sah ich zum Glück rechtzeitig.

Aber ich fürchtete vor allem,
die Gratkante nach Norden zu übersehen
und nach Salzburg hinunter zu fliegen.

Doch dann riss plötzlich
- man sieht`s ja auf diesem Bild -
endlich die Wolkendecke auf !
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 Diese Grattürme haben mich
- ich weiß (eigentlich) nicht warum -
enorm aufgebaut !
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 Das ist schon ein Rückblick auf den Mittleren Maurerkeeskopf
bei meinem Weiterweg zum Hinteren Maurerkeeskopf.
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 Während ich hier heroben bin,
geht - wie schon gesagt - über meine Aufstiegs-Spur eine Groß-Lawine ab.

Halbrechts übrigens der doppelgipfelige Quirl
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 sowie nahe dem rechten Bildrand der Große Geiger.

In den Gletscherbruch links oben
- zu nahe fahre ich lieber nicht hin -
bin ich am Vortag bei Total-Nebel
von oben hinunter- bzw. hineingestürzt.

Im milchig-dichten Nebel dachte,
unter meinem rechten Schi wäre ein Windgangel.
In Wirklichkeit war es die Abbruchkante.

Eine Schi-Bindung ging zwar auf.

Doch verlor ich den Schi nicht,
weil ich damals zum Glück noch Fangriemen benützte.

Ein Schi-Ende,
bei dem die Bindung nicht aufging,
bohrte sich einmal senkrecht in den Schnee.

Dass ich mir dabei den Fuß nicht verletzt habe,
gehört zu den vielen Wundern,
die ich am Berg schon (über)erlebt habe.

Allerdings :

Bei Stürzen verkrampfe ich nicht,
sondern bleibe immer bewusst ganz locker !


Anschließend war es übrigens sehr schwierig,
aus diesem Spalten-Labyrinth wieder herauszukommen,
denn eine Schiabfahrt nach unten
war mir viel zu lawinengefährlich.

Doch schließlich fand ich einen machbaren Durchstieg nach oben !

Mein Schutzengel-Verbrauch war in diesen Tagen jedenfalls erheblich !
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 Nach Mittlerem und Hinterem Maurerkesskopf
bin ich nun noch zum Vorderen Maurerkeeskogel unterwegs
und überquerte hier eine Menge bereits abgegangener Lawinen.

Dabei sehe ich eine Randspalte
mit einer Schneebrücke.

Ich will im rechten Winkel ber sie d`rüber fahren,
doch diese Neuschnee-Brücke hält nicht.

Sie bricht ein.

Reflexartig spreize ich alle Viere von mir
und bleibe so über der gähnenden Spalte hängen.

Links hinten übrigens die Östliche Simonyspitze.
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 Die beiden Tage 17. und 20. April 2000
waren an Spannung kaum zu überbieten.

Denn mein erster Besteigungsversuch endete - nochmals erzählt - mit einem
Absturz über einen Gletscherbruch,
dessen Abbruch-Kante ich im dichten Nebel
völlig übersehen hatte.
Ich dachte, hier wäre nur ein Schnee-Gerinsel.

Im dichten Nebel sah ich auch nicht,
wohin ich (eigentlich) hinunter flog.

Zum Glück war ich damals mit Fangriemen unterwegs,
sonst wären meine Schier verschwunden
und unauffindbar gewesen.

Am erfolgreichen Besteigungstag selbst
stürzte ich hingegen in eine Randspalte.

Die Schneebrücke,
über die ich mit angeschnallten Schiern gehen wollte,
hielt meinem Gewicht nicht stand.

Zudem ging als ich oben unterwegs war
weiter unten eine Groß-Lawine über meine Aufstiegsspur ab.

Am Mittwoch, den 19. April
- also am nächsten Tag -
gingen dann durch die starke Sonneneinstrahlung bedingt
überhaupt laufend Lawinen ab.
Zumeist sogar zwei gleichzeitig,
sodass man gar nicht wusste,
wo man zuerst hin schauen sollte !

( Ähnliches erlebte ich nur beim Gasherbrum II-Basislager. )

Niemand verließ an diesem Tag die Essener Rostocker Hütte.
Niemand, bis auf eine kleine Gruppe,
die im Maurerbachtal zu unser aller Glück bald wieder umdrehte.
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 Nun aber dieses informative Bild
festgehalten von einem Aufstieg zur Essener Rostocker Hütte.
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 Und hier in der Bildmitte der Mittlere Maurerkeeskogel
vom Martel neben der Essener Rostocker Hütte aus genossen.

Rechts daneben Hinterer und - abgesetzt - Kleiner Maurerkeeskopf.

Knapp rechts unter dem Marterl-Dach
hingegen der felsig-spitze, aber unauffällige Vordere Maurerkeeskopf.
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